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Saturn im Schütze-Zeichen

Am 23. Dezember 2014 um 17.33 Uhr wechselt Saturn ins Tierkreiszeichen Schütze. Saturns Aufenthalt im Skorpion-Zeichen seit November 2012 ist insofern markant, da er durch die Rezeption zu Pluto im Steinbock-Zeichen den seit 2008 ausgelösten Strukturwandel zusätzlich betont hat. Mit Saturns Übergang ins Schütze-Zeichen zeigt sich der Wunsch nach neuen Idealen, moralischen Werten und Erkenntnissen. Möglicherweise wird sich schon bald abzeichnen, dass es der Gesellschaft im interkulturellen Austausch an solchen Inhalten mangelt. Religionen, Rechts-, Bildungs- und Politsysteme werden in den kommenden zwei Jahren aufgefordert, ihre Grundsätze und Wahrheiten neu zu überdenken und notwendige Anpassungen vorzunehmen.

Bei seinem ersten Ingress ins Schütze-Zeichen steht Saturn in der direkten Halbsumme von Jupiter/Neptun und Pluto/Mondknoten. Jupiter/Neptun kann auf Völkerwanderung, grenzenlosen Glauben, Seuche, Nächstenliebe oder Verschwendung hinweisen. Die Halbsumme von Pluto/Mondknoten deutet Reinhold Ebertin in seinem Buch «Kombination der Gestirneinflüsse» als Massenschicksal.
Demzufolge stellt sich zwischen dem 23. Dezember 2014 und 15. Juni 2015 (Saturn rückläufig Skorpion-Zeichen) die Frage, wie sich die religiösen Konflikte (z.B. der IS), epidemischen Ausbreitungen von Ebola in Afrika und der Pest auf Madagaskar oder der Konflikt in Bezug auf Rassismus und Rechtsprechung in den USA weiter entwickeln wird.

Saturns zweiter Eintritt ins Schütze-Zeichen, am 18. September 2015, findet in der direkten Halbsumme von Merkur/Pluto statt. Diesbezüglich können Krisengespräche, sozialkritisches Gedankengut, Drohgebärden, Manipulation oder Staatsgelder angesprochen sein. Hiermit ist psychologisches Denk- und Sprechvermögen, die Fähigkeit, versteckte Botschaften wahrzunehmen und Sozialkompetenz gefragt. Diese Aussagen scheinen eine Andeutung auf das Gebaren der drei Supermächte Amerika, Europa und Russland zu sein. Bestätigt diese Konstellation einen neuen Kalten Krieg?

Zudem werden sich während Saturns Aufenthalt im Tierkreiszeichen Schütze drei absteigende Quadrate auf Neptun ereignen. Das erste Quadrat findet am 26. November 2015 auf 7°, das zweite am 17. Juni 2016 auf 12° und das dritte am 10. September 2016 auf 10° Schütze/Fische statt. In der Verbindung zwischen Saturn und Neptun treffen zwei widersprüchliche Prinzipien aufeinander. Saturn will Sicherheit und Stabilität und Neptun sucht Auflösung und Hingabe. Daraus entsteht ein Kampf zwischen saturnischem Autoritäts- und Sicherheitsstreben sowie neptunischem Idealismus und Chaos. Gelingt die Synthese lösen sich Schranken auf und das Unmögliche wird möglich. Daraus resultiert wahre Menschlichkeit.
Der Neptun-Saturn-Zyklus, der 1989 (der Fall der Berliner Mauer) im Tierkreiszeichen Steinbock seinen Anfang genommen hat, befindet sich damit im letzten Viertel eines sich stets erneuernden Kreislaufs. In dieser abnehmenden Phase werden Themen, die unter der Konjunktion geboren worden sind einer Bewährungsprobe unterzogen. Alte, untauglich gewordene Verhaltensmuster müssen erkannt und eliminiert werden. In Bezug auf den Fall der Berliner Mauer, der ebenfalls das Ende des Kalten Krieges symbolisierte, wäre demnach das Thema Völkervereinigung, Abbau von Grenzen und Integration angesprochen. Staatsoberhäupter, Justizbehörden und Religionsführer werden in den nächsten zwei Jahren aufgefordert, sich mit Fehleinschätzungen, Selbsttäuschungen, Schwachstellen und der eigenen Autorität auseinanderzusetzen. Es gilt die Wirklichkeit realitätsnah zu begutachten, Grenzen wahrzunehmen und mit gegenseitigem Respekt an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten.